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Erstes zivilrechtliches Verfahren in China wegen Milchpulverskandals

Montag, 30. November 2009

Peking – Im Skandal um verseuchtes Milchpulver in China hat in Peking das erste zivilrechtliche Verfahren begonnen. Wie staatliche Medien am Samstag berichteten, verklagte Ma Xuexin, dessen 20 Monate alter Sohn nach dem Genuss des vergifteten Proteinpulvers Nierensteine entwickelte, den inzwischen bankrotten Sanlu-Konzern und einen Supermarkt, in dem er das Produkt kaufte. Der Kläger fordert Schadenersatz in Höhe von umgerechnet 5.400 Euro. Das Verfahren begann am Freitag.  

Am Dienstag waren zwei Männer wegen ihrer Verwicklung in den Skandal um das mit der Industriechemikalie Melamin versetzte Milchpulver hingerichtet worden.

Ein Gericht in der nordchinesischen Stadt Shijiazhuang hatte sie für schuldig befunden, Giftstoffe hergestellt und vertrieben zu haben, die später in das Milchpulver gemischt wurden. Der Skandal war im September 2008 ans Licht gekommen. Mindestens sechs Babys starben durch das giftige Pulver, fast 300.000 erkrankten. © afp/aerzteblatt.de

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