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Schweinegrippe: Situation entspannt sich

Montag, 30. November 2009

Hamburg – In den Ländern gibt es offenbar erste Anzeichen für ein Abklingen der Schweinegrippe-Welle. In Bayern gehe die Zahl der Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen seit zwei Wochen zurück, berichtete der „Spiegel“. „Das ist ein zarter Trend“, sagte die Sprecherin des Robert-Koch-Instituts, Susanne Glasmacher.

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Auch in den nördlichen Bundesländern entspannt sich die Lage. Die pflegerische Leiterin der Notfallambulanz am Altonaer Kinderkrankenhaus in Hamburg, Doris Schrage, sagte dem „Spiegel“: „Vermutlich ist die große Infektionswelle schon vorbei.“ Der Chefarzt am hannoverschen Kinderkrankenhaus auf der Bult, sagte: „Wir wissen nur noch nicht, ob es das wirklich schon war.“ Der Kinderarzt Heiko Krude am Berliner Virchow-Klinikum sagte, „die Symptome sind weitgehend mild, wir haben keine Knappheit bei Intensivbetten oder Beatmungsgeräten“.

Bis zu 4,8 Millionen Deutsche, darunter Risikogruppen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens, sind laut „Spiegel“ inzwischen geimpft. Ein Präparat für die dritte Risikogruppe, die Schwangeren, solle in einer Woche zugelassen werden. Am Dienstag (1. Dezember) wollen die Landesgesundheitsministerien nach Informationen des Magazins beraten, wie dringend sie der gesunden Bevölkerung die Impfspritze empfehlen wollen. Insbesondere soll es um die Frage von Massenimpfungen in Betrieben gehen.

Schon jetzt rechneten die Länder damit, auf einem erheblichen Teil der 50 Millionen Impfdosen sitzen zu bleiben. „Wir wollen jetzt beim Hersteller GlaxoSmithKline ausloten, ob wir wirklich alle Dosen abnehmen müssen“, sagte ein mit den Vertragsverhandlungen vertrauter Ministerialer dem „Spiegel“. Auch habe ein halbes Dutzend Staaten, darunter die Ukraine, Interesse am deutschen Impfstoff angemeldet.

Nach Angaben des RKI waren mit Stand Donnerstagnachmittag 59 Menschen an der sogenannten Schweinegrippe gestorben. © afp/aerzteblatt.de

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