Erlangen – Leukozyten, die aufgrund eines Gendefektes zu schnell bestimmte Eiweiße produzieren, bleiben in einem Entwicklungsstadium stehen, in dem sie sich unkontrolliert teilen können und verursachen so die „mixed lineage leukemia“, eine aggressive Form der Leukämie, die hauptsächlich bei Kindern auftritt.
Diesen Zusammenhang erforschte eine Arbeitsgruppe um Robert Slany von der Universität Erlangen-Nürnberg. Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Studie in der Zeitschrift PLoS Biology (doi:10.1371/journal.pbio.1000249).
Die „mixed lineage leukemia“ zeichnet sich dadurch aus, dass in den betroffenen Zellen das Chromosom 11 zunächst zerbricht und sich dann mit anderen Chromosomen verbindet. Diese pathologische Kombination führt dazu, dass verschiedene Gene miteinander fusionieren und Eiweiße produzieren, die Leukämie auslösen.
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Die Wissenschaftler hoffen, mit ihrer Arbeit die Grundlagen für therapeutische Strategien gegen die Erkrankung gelegt zu haben.
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