Selektive Interne Radio-Therapie in Münster durchgeführt
Dienstag, 1. Dezember 2009
Münster – Ein interdisziplinäres Ärzteteam hat erstmals am Universitätsklinikum Münster (UKM) eine Selektive Interne Radiotherapie (SIRT) durchgeführt. Die SIRT ist eine nuklearmedizinische Behandlungsform von bösartigen Tumoren in der Leber, bei der mittels eines kleinen Katheters Millionen kleine radioaktive Kügelchen in das Tumorgewebe der Leber geleitet werden.
„Im Gegensatz zur herkömmlichen Bestrahlung von außen lässt die SIRT eine punktgenaue Bestrahlung des Tumors direkt in der Leber zu. Die Tumorzellen werden so effektiv zerstört und umliegendes gesundes Gewebe geschont“, erläutert Walter Heindel, Direktor des Instituts für Klinische Radiologie am UKM.
Damit sei SIRT eine viel versprechende Option für Patienten, bei denen herkömmliche Behandlungsmöglichkeiten wie Chemotherapie, Bestrahlungen oder eine Operation nicht wirksam oder möglich waren. Ziel ist es, die Durchblutung des Tumors zu stoppen und so im Idealfall eine Verkleinerung zu erreichen.
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