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| dpa |
Die erste EPIC-Studie (European Prevalence of Infection in the ICU) war 1995 veröffentlicht worden. Damals hatten Intensivmediziner aus 17 westeuropäischen Ländern Angaben zu 10.038 Patienten gemacht. An der EPIC II-Studie (Extended Prevalence of Infection in the ICU) beteiligten sich Intensivmediziner aus 75 Ländern. Sie beantworteten Fragen zum Zustand von 14.414 Patienten am Stichtag 8. Mai 2007.
Trotz aller Anstrengungen, die in den letzten Jahren zur Eindämmung von Krankheitserregern gemacht wurden, litten 51 Prozent aller Intensivpatienten unter einer Infektion, und 71 Prozent aller Patienten erhielten antimikrobielle Medikamente.
Bei der ersten EPIC-Studie hatte die Punktprävalenz der Infektionen noch 44,8 Prozent betragen und 62,3 Prozent hatten antimikrobielle Medikamente erhalten. Die Situation hat sich also eher verschlechtert als verbessert. Auch der Schweregrad der Erkrankungen und die Dauer der Intensivbehandlungen sind gestiegen.
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Das Anteil der Infektionen durch Staphylococcus aureus ist von 30,1 Prozent in EPIC I auf 20,5 Prozent in EPIC II zurückgegangen und auch die Prävalenz der Methicillinresistenz ging global gesehen von 60 auf 50 Prozent zurück. Dieser günstige Trend sei jedoch regional. In Nordamerika seien die Mehrzahl der S. aureus-Isolate weiterhin methicillinresistent und S. aureus sei der wichtigste einzelne Krankheitserreger auf Intensivstationen.
Die Prävalenz von Pilzinfektionen ist mit 19 Prozent in 2007 gegenüber 17 Prozent in 1995 einigermaßen stabil geblieben. Schwere virale Infektionen sind mit einem Anteil unter einem Prozent weiterhin sehr selten, was sich aber infolge der derzeitigen N1N1-Pandemie schnell ändern könne, so Opal.
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