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Mehr Geld für Schmerztherapie gefordert

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Osnabrück – Der Bochumer Mediziner Dietrich Grönemeyer hat mehr finanzielle Mittel für die Palliativmedizin angemahnt. Damit sollten die Beschwerden der 13 Millionen Schmerzkranken in Deutschland gelindert werden, sagte Grönemeyer am Mittwochabend in Osnabrück.

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„Milliarden für Banken und die Autoindustrie, doch für die Heilung des Menschen fehlt das Geld.“ Aktive Sterbehilfe könne zu einem Zusammenbruch der Gesellschaft führen, warnte der Bestsellerautor. 

Grönemeyer plädierte dafür, sich an die Erfahrungen des spätmittelalterlichen Arztes Paracelsus (1493-1541) zu erinnern.  Demnach sei der kranke Mensch der Arzt, die Mediziner hingegen seien nur seine Gehilfen. Stattdessen lernten Ärzte heute in ihrer Ausbildung nur die naturwissenschaftliche Seite des Körpers kennen, kritisierte der Professor, der an der Universität Witten/Herdecke lehrt.

„Wichtig ist aber auch das Zuhören, denn auch seelische und geistige Prozesse müssen bei einer Schmerztherapie berücksichtigt werden“, forderte der Verfechter einer ganzheitlichen Medizin. 

Der Arzt verwies auch auf die biologisch notwendige Warnfunktion von Schmerzen, da sie einen Defekt signalisierten. Bei chronischen Schmerzzuständen oder im Endstadium einer bösartigen Erkrankung hingegen sei Leiden nutz- und sinnlos. Bis zur „Grenze der anderen Welt“ müssten dann Palliativ- und Schmerztherapie die Krankheit lindern, forderte Grönemeyer. © kna/aerzteblatt.de

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