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Ecstasy: Eine Droge zum „Schnarchen“

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Baltimore – Regelmäßiger Ecstasy-Konsum schädigt das Gehirn. Zu den Folgen gehört einer Studien in Neurology (2009; doi: 10.1212/WNL.0b013e3181c51a62) zufolge ein bereits in jungen Jahren nachweisbares Schlafapnoe-Syndrom.

Das Schlafapnoe-Syndrom (SAS) tritt normalerweise erst im höheren Alter bei übergewichtigen Menschen auf. Die 24 Ecstasy-Konsumenten, die Una McCann von der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore im Schlaflabor untersuchen ließ, waren dagegen jung und ohne SAS-Risikofaktoren.

Dennoch wurde bei 8 Ecstasy-Konsumenten ein mittelschweres und bei einem weiteren sogar ein schweres SAS diagnostiziert. Bei ihnen wurde der Schlaf pro Stunde 15 bis 29 Mal (mittelschweres SAS) oder 30 Mal und häufiger (schweres SAS) durch Hypopnoe- und Apnoe-Phasen unterbrochen, die nicht nur einen erholsamen Schlaf verhindern, sondern langfristig Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen.

Das Risiko auf ein SAS war im Vergleich zu einer Gruppe gleichaltriger Konsumenten anderer Drogen 8,5-fach erhöht. Damit ist Ecstasy ein größeres Risiko als eine Adipositas (6,9-faches Risiko).

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Die Teilnehmer der Studie hatten zwei Wochen vor der Nacht im Schlaflabor kein Ecstasy konsumiert, sodass es sich vermutlich um langfristige Schäden handelt. Die Kausalität wird durch eine in der Studie nahgewiesene Dosiswirkungsbeziehung noch unterstrichen.

Die Forscher führen das SAS auf eine Schädigung serotinerger Neuronen durch die Chemikalie Methylenedioxymethamphetamine zurück, dem Wirkstoff der Ecstasy-Droge. Sie sei auch für andere Folgen des langjährigen Konsums verantwortlich, zu denen nach früheren Untersuchungen subtile kognitive Defizite, eine Neigung zu impulsivem Verhalten und Veränderungen im EEG während des Schlafes gehören. © rme/aerzteblatt.de

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