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Politik

90 Pharmafirmen konkurrieren um AOK-Rabattverträge

Freitag, 4. Dezember 2009

Berlin – Die Angebotsfrist für die AOK-Rabattverträge von 2010 bis 2012 ist beendet. Laut AOK konkurrieren insgesamt 90 Pharmaunternehmen um die 87 Wirkstoffe mit einem Marktvolumen von 1,4 Milliarden Euro.

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„Wir freuen uns über die neue Rekordzahl von Bietern, die das gesamte Spektrum vom kleinen Unternehmen über den Mittelstand bis zu weltweit agierenden Konzernen umfasst“, erklärt Christopher Hermann, bundesweiter Verhandlungsführer Rabattverträge des AOK-Systems und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.

Diese Vielfalt zeige, dass das 2008 durchgesetzte und nun fortgeführte AOK-Modell der exklusiven Zuschläge in Gebietslosen für Unternehmen jeglicher Größe Erfolg versprechend sei. Das AOK-Rabattmodell eröffne gerade dem Mittelstand reelle Marktchancen.

„Die AOK-Verträge haben erstmals echten Wettbewerb in den verkrusteten Generikamarkt gebracht“, lobt Hermann. Die Dominanz weniger Anbieter teurer Markengenerika sei durch die AOK-Rabattverträge inzwischen gebrochen. Das käme auch den Versicherten zu Gute. „Wir reden hier von einem erreichten Einsparvolumen von rund 800 Millionen Euro allein für die laufenden Rabattverträge 2009 bis 2011“, berichtet der Verhandlungsführer. © v/aerzteblatt.de

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Thelber
am Sonntag, 6. Dezember 2009, 13:43

fianzielle Resurcen versus Austausch der Präparate alle 2 Jahre ...

So ganz erschließt sich mir der positiven Sinn dieser Maßnahmen nicht unbedingt.

1) Alle 2 Jahre müssen wir unseren patienten wieder Rede und Antwort stehen, wegen ein paar wenigen Euro Differenz je Packung.

2) Da die Preise nicht öffentlich sind, kann der Patient in der Apotheke nicht aufzahlen, um "sein Lieblingsmedikament" behalten zu können.

Dass in der Verordnung von Medikamenten mehr und mehr auch wirtschaftliche Überlegungen Eingang finden (müssen), das isst mir schon klar und nachvollziehbar.

Was mir nicht nachvollziehbar ist: Weshalb die erzielten Preise nicht öffentlich zugänglich gemacht werden, damit die Patienten - so sie das möchten - die Preisdifferenz in der Apotheke aufbezahlen können. Normalerweise behalten unsere Patienten ein einmal gewähltes und verträgliches Präparat gerne bei, ein Wechsel ohne medizinische Notwendigkeit ist ihnen dagegen nur schwer einsichtig !
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