Essen – Mediziner der Uniklinik für Kardiologie im Westdeutschen Herzzentrum Essen haben den im Ruhrgebiet ersten herzkathetergeführten Verschluss eines Vorhofohrs durchgeführt. Dabei werden die implantierten Systeme komplett mit Gewebe durchbaut und die Oberfläche mit einer feinen Zellschicht überzogen. So ist das Vorhofohr nach einigen Wochen komplett verschlossen und es können sich keine Gerinnsel mehr bilden.
Durch das neue Verfahren konnten die Essener Mediziner das Schlaganfallrisiko einer 83-jährigen Patientin mit Vorhofflimmern deutlich senken. Ein Medikament zur Hemmung der Blutgerinnung, das ansonsten gegen das Schlaganfallrisiko eingesetzt wird, durfte die Patientin nicht nehmen.
„Jetzt stehen uns zwei Systeme zur Verfügung, mit denen es möglich ist, das linke Vorhofohr minimal invasiv im Herzkatheterlabor zu verschließen“, erklärt Raimund Erbel, Direktor der Klinik für Kardiologie. Laut Universität Essen belegen erste Studien die guten Ergebnisse der neuen Behandlungsmöglichkeit und den Rückgang der Schlaganfälle.
| Versenden | Teilen |
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.