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Pharmaindustrie sieht Einnahmeproblem im Gesundheitswesen

Freitag, 4. Dezember 2009

Berlin – Der Bundesverband der pharmazeutischen Industrie (BPI) weist die Kritik des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) an den ungebremsten Ausgabensteigerungen im Gesundheitswesen zurück. Laut BPI liegen die Probleme bei den Einnahmen, da die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zurückgeht.

Die Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, hatte am Donnerstag in einem Interview mit der „Berliner Zeitung“ erklärt: „Es kann doch nicht sein, dass die Bürger, die um ihren Arbeitsplatz bangen, immer öfter zur Kasse gebeten werden, die Einnahmen von Ärzten, Krankenhäusern und der Pharmaindustrie aber ungebremst weiter steigen.“ Sie forderte deshalb mehr Wettbewerb im Apothekensektor und eine Preisregulierung für neuartige, fast immer sehr teure Arzneimittel.

Dem BPI zufolge sind die Ausgaben im Gesundheitswesen gemessen am Bruttoinlandsprodukt seit Jahren nahezu konstant. Ein Großteil des Arzneimittelmarktes sei in ein festes Korsett aus Sparmaßnahmen wie Rabattverträge, Festbeträge, Herstellerabschläge, Rahmenvereinbarungen gezwängt.

„Wenn der Spitzenverband behauptet, diese Mittel gäbe es nicht, dann frage ich mich, wer beispielsweise die Festbeträge berechnet“, sagt BPI-Hauptgeschäftsführer Henning Fahrenkamp.

Der Spitzenverband habe selbst in diesem Jahr mitgeteilt, dass seit Einführung der Festbeträge 36 Milliarden Euro eingespart wurden. „Wir müssen doch alle endlich einmal die ideologische Brille ablegen und erkennen, dass wir ein Einnahmeproblem haben“ so Fahrenkamp. © hil/aerzteblatt.de

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