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Medizin

Studie: Noch immer keine Hirntumoren durch Handys

Freitag, 4. Dezember 2009

Kopenhagen – Die zunehmende Verbreitung von Mobiltelefonen seit Mitte der 90er-Jahre hat bisher nicht die Inzidenz von Hirntumoren beeinflusst. Die früheren Tendenzen haben sich nach einer Studie im Journal of the National Cancer Institute (JNCI 2009; doi: 10.1093/jnci/djp415) bis 2003 unverändert fortgesetzt, sodass Handybesitzer mindestens 5 bis 10 Jahre unbeschwert telefonieren können.

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Dass die elektromagnetischen Felder, die von Mobiltelefonen ausgehen, in irgendeiner Weise dem Gehirn schaden müssen, ist eine weit verbreitete Angst, für die es zwar keinerlei Belege gibt. Doch der Gegenbeweis ist kaum zu führen.

Immerhin: Die befürchtete Epidemie von Hirntumoren ist – bisher jedenfalls – ausgeblieben. Dies ergibt sich aus den neuesten Zahlen aus den skandinavischen Ländern, die Isabelle Deltour von der Dänischen Krebsgesellschaft in Kopenhagen ausgewertet hat.

Im Zeitraum von 1974 bis 2003 ist die Inzidenz von Gliomen jedes Jahr bei Männern um 0,5 Prozent und bei Frauen 0,2 Prozent gestiegen, ohne dass die Ursachen bekannt wäre. Mobiltelefone scheinen aber nicht dazu zu zählen, da sich die Tendenz seit Mitte der 90er-Jahre nicht verändert hat.

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Das gilt auch für Meningeome, deren Inzidenz bei Männern um 0,8 Prozent pro Jahr anstieg. Bei den Frauen steigt die Rate seit den frühen 90er-Jahren um 3,8 Prozent pro Jahr. Aber hier kommen Mobiltelefone als Ursache ebenfalls nicht infrage. Damit beträgt die – hypothetische – Induktionsperiode für Hirntumore mittlerweile 5 bis 10 Jahre und es ist nicht auszuschließen, dass sie nach zukünftigen Studien noch weiter steigen wird. © rme/aerzteblatt.de

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