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RKI-Chef: Noch keine Entwarnung bei Schweinegrippe

Dienstag, 8. Dezember 2009

Bielefeld – Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Jörg Hacker, sieht noch keinen Grund zur Entwarnung bei der sogenannten Schweinegrippe. Zwar sei der Scheitelpunkt der jetzigen Welle erreicht worden, sagte Hacker am Montag im ARD-„Morgenmagazin“.

In Süddeutschland gehe die Zahl der Infektionsfälle zurück, jedoch im Osten, beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern, würden steigende Fallzahlen gemeldet. Zudem könne es im Frühjahr eine weitere Welle der Neuen Grippe geben. Deshalb riet der RKI-Chef erneut zur Impfung. In Deutschland haben sich nach einem Zeitungsbericht erst rund sechs Prozent der Bürger gegen die Schweinegrippe impfen lassen.

Daher soll ein Teil der von den Bundesländern bestellten 50 Millionen Dosen des Impfstoffes Pandemrix an bedürftige Staaten verschenkt werden, berichtet das Bielefelder „Westfalen-Blatt“ vom Montag weiter. Es sei durchaus sinnvoll, im Rahmen der Entwicklungshilfe überzähligen Impfstoff abzugeben, sagte der Staatssekretär im thüringischen Gesundheitsministerium, Hartmut Schubert, der Zeitung. Eine entsprechende Anfrage aus Afghanistan liege bereits vor.

Da die Impfbereitschaft der Bürger gering sei und nur eine Impfung gegen die Neue Grippe pro Person ausreiche, dürften die Bundesländer nicht auf den Kosten der überzähligen Impfdosen hängenbleiben, sagte Schubert. Auch der Bund müsse sich an den Impfkosten beteiligen.

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Würden überzählige Impfdosen anderen Staaten überlassen, könne dies nur von der Bundesregierung geregelt werden. Werde ein Teil der bestellten Impfdosen ins Ausland geliefert, müssten die Länder zudem aus der Haftung für mögliche Impfschäden entlassen werden, forderte Schubert.

Auch der Verkauf von Pandemrix sei möglich. Derzeit gebe es Überlegungen, die Pandemrix-Produktion des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline aus der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr der Ukraine zu überlassen, sagte Schubert. Es handele sich um zwei Millionen Impfdosen. Auch andere osteuropäische Staaten wie Moldawien hätten bei der Regierung bereits Impfstoff angefragt.

Bis Ende November wurden den Angaben zufolge 9,6 Millionen Impfdosen geliefert. Davon wurden lediglich 4 bis 5,8 Millionen Dosen verbraucht. Bis Ende Dezember sollen 20 Millionen Impfdosen geliefert werden. Erst Ende März soll die komplette Lieferung der 50 Millionen Dosen erfolgt sein.

Die Gesamtkosten für eine Impfung werden mit 28 Euro veranschlagt. Für eine Dosis Impfstoff werden hiervon neun Euro gezahlt. Die Kosten teilen sich Krankenkassen und Länder. Die Kassen rechnen mit einem Anteil von 600 Millionen Euro. © ddp/aerzteblatt.de

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rico
am Dienstag, 8. Dezember 2009, 01:01

nur nicht nachlassen in der Wachsamkeit!

http://www.theregister.co.uk/2009/12/04/pig_plague_warning/

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