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Privatversicherer wollen Ärzten weniger zahlen

Montag, 7. Dezember 2009

Berlin – Privat Versicherte müssen sich nach den Beitragsanhebungen zum Jahreswechsel auch in Zukunft auf weitere Erhöhungen einstellen. „Man wird mit einer gewissen Regelmäßigkeit Beitragserhöhungen nicht vermeiden können, wenn wir nicht stärkere Instrumente an die Hand bekommen, Einfluss auf die Kosten zu nehmen“, sagte Günter Dibbern, Vorstandschef der Deutschen Krankenversicherung (DKV), dem Berliner „Tagesspiegel“ vom Montag.

Vor allem die Ärzte sollten zurückstecken, findet der Chef der größten europäischen privaten Krankenversicherung. „Es kann nicht dauerhaft so weiter gehen, dass wir in der ambulanten Versorgung mehr als das Doppelte bezahlen müssen wie die gesetzlichen Kassen“, begründete Dibbern.

Zwar seien die privaten Versicherer auch weiterhin bereit, für besseren Service zu zahlen, aber es gebe auch Grenzen. Die privaten Krankenversicherer wollen bei der Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte und Zahnärzte Öffnungsklauseln für ihre Branche erreichen.

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Dibbern lobte die ersten Weichenstellungen der schwarz-gelben Koalition. Die Verkürzung der Wartefrist für einen Wechsel von der gesetzlichen in die private Versicherung von drei Jahren auf ein Jahr werde den Privatversicherern Mitgliederzuwächse im fünfstelligen Bereich bringen. Auch die geplante Einführung eines verpflichtenden „Pflege-Riesters“ begrüßte der Versicherungschef. Auf die Bürger kommen damit jedoch neue Kosten zu.

Nach Meinung Dibberns sollten die Monatsbeiträge für den „Pflege-Riester“ nicht unter 15 Euro liegen. Angesichts des hohen bürokratischen Aufwands, der mit dem neuen Produkt verbunden sein werde, mache es keinen Sinn, die Menschen mit einem Drei- oder Fünf-Euro-Produkt zu behelligen. © ddp/aerzteblatt.de

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