Baltimore – US-Chirurgen haben fünf Patienten Nieren transplantiert, die von Tumoren befallen waren. Dies geschah nach einer Studie im British Journal of Urology International (2009; 104: 1655-1660) in voller Absicht und nach Befreiung der Transplantate vom Tumor.
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Der Tumorbefall der Transplantate war bei der präoperativen Untersuchung der Lebendspender entdeckt worden, berichtet die Gruppe um Michael Phelan von der Universität von Maryland in Baltimore.
Die Tumoren waren zwischen 1 und 2,3 Zentimeter groß. Bei dreien handelte es sich um je ein zystisches, ein klarzelliges und ein papilläres Karzinom. Die beiden anderen Tumore waren gutartige Angiomyolipome.
Normalerweise hätten die Chirurgen die Transplantate nicht verwendet. Das hohe Sterberisiko der Patienten, für die aktuell keine Organe von Hirntoten verfügbar waren, bewog die Ärzte – nach Diskussionen mit Spender und Empfänger – dann jedoch zur Transplantation der Organe, die zuvor durch eine partielle Nephrektomie von den Tumoren befreit wurden. Die Implantation erfolgte erst, nachdem ein negativer Befund des Pathologen zu den Randschnitten vorlag.
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