![]() |
| pa |
An der Health Professionals Follow-up Study beteiligen sich seit 1986 etwa 50.000 Zahnärzte, Apotheker, Optiker, Osteopathen, Fußtherapeuten und Veterinäre. Sie füllen regelmäßige Fragebögen zu ihren Lebensgewohnheiten aus und haben den Forschern der Harvard Universität in Boston erlaubt, ihre Erkrankungen zu dokumentieren.
Dabei stellte die Gruppe um Kathryn Wilson fest, dass starke Kaffeetrinker zu 60 Prozent seltener an einem Prostatakarzinom erkranken. Die Ursache für die protektive Wirkung ist unklar. Kaffee hat laut Wilson günstige Auswirkungen auf den Insulin- und Glukosestoffwechsel (nach anderen Untersuchungen erkranken Kaffeetrinker seltener an Diabetes), und auch ein Einfluss auf die Sexualhormone sei nachgewiesen, berichtet Wilson.
Denkbar ist auch, dass einige der zahlreichen Mineralien und Antioxidanzien für die protektive Wirkung verantwortlich ist. Sofern sie denn existiert: Bei prospektiven Beobachtungsstudien ist nicht ausgeschlossen, dass andere Lebensgewohnheiten, die zufällig mit dem Kaffeekonsum assoziiert sind, die eigentliche Ursache sind.
Dieser Einwand trifft auch auf die zweite Auswertung zu, die Stacey Kenfield durchgeführt hat. Sie stellte fest, dass Männer mit einem Prostatakarzinom ein um 35 Prozent niedrigeres Sterberisiko haben, wenn sie Sport treiben und dabei pro Woche drei metabolische Äquivalente (MET) verbrauchen. Dies entspricht leichten körperlichen Tätigkeiten wie Laufen, Radfahren, Schwimmen oder einer halben Stunde Tennis.
zum Thema |
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.