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Immer mehr Kinder nehmen Medikamente gegen ADHS

Dienstag, 8. Dezember 2009

München – Immer mehr Kinder nehmen Medikamente gegen die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Darauf verweist die DAK aufgrund einer aktuellen Erhebung, welche die Arzneimittelverordnungen an Kindern zwischen sechs und 18 Jahren untersuchte. Demnach erhielten 4,2 Prozent der bei der DAK versicherten Kinder 2008 entweder Methylphenidat oder Atomoxetin. Das entspreche etwa jedem 24. Kind.

Dabei werden nach DAK-Angaben Jungen viermal so häufig behandelt wie Mädchen. „Im Vergleich zum Vorjahr stieg in Bayern die Verordnungszahl um fünf Prozent“, erklärt der bayerische DAK-Landeschef Wilfried Erbe.

Das sei insofern problematisch, als im Zusammenhang mit Methylphenidat Nebenwirkungen wie verstärkte Reizbarkeit, Hypertonie und Wachstumshemmungen bekannt geworden seien. Deshalb habe das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Zulassung jetzt eingeschränkt.

„Wir begrüßen, dass das BfArM die Verschreibung an bestimmte Kriterien gekoppelt hat“, so Erbe. Unter anderem müsse die Behandlung nun unter Aufsicht eines Spezialisten für Verhaltensstörungen erfolgen.

 

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  © hil/aerzteblatt.de

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