Bremen – Das Land Bremen will sich für eine Stornierung bereits bestellter Impfdosen gegen die Schweinegrippe beim Hersteller einsetzen. Wie eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde sagte, ist am Mittwoch ein entsprechendes Schreiben an die anderen Bundesländer gegangen. „Wir wollen möglichst ein gemeinsames Vorgehen aller Länder noch vor Weihnachten erreichen“, sagte sie.
Bislang hätten sich in Bremen nur etwa vier Prozent der Bevölkerung impfen lassen. Hinzu komme nun, dass nur noch eine Impfdosis gebraucht werde statt zwei, wie ursprünglich angenommen.
Der bestellte Impfstoff, der für 30 Prozent der Bevölkerung ausreichen sollte, sei also nun genug für 60 Prozent der Bevölkerung, sagte die Sprecherin. „Das brauchen wir auf keinen Fall.“
Das Problem ist, dass die Krankenkassen nur die Kosten für die tatsächlich verbrauchten Impfdosen übernehmen. Niedersachsen etwa könnte deshalb am Ende auf rund 30 Millionen Euro Kosten sitzen bleiben. Niedersachsens Finanzminister, Hartmut Möllring (CDU), hat deshalb vorgeschlagen, den in Deutschland ungenutzten Impfstoff gegen Schweinegrippe an Länder wie Afghanistan oder die Ukraine weiterzuverkaufen. „Das spült dann vielleicht noch ein paar Euro in die Kassen“, sagte Möllring der „Bild“-Zeitung Hannover vom Mittwoch. Das „Impfchaos“ werde die Länder Millionen kosten.
| Versenden | Teilen |
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.