Eine Frage stelle ich mir schon seit Wochen:
Wenn man schon seiten langem weiss, dass die saisonallen Grippenviren
eine Resistenz gegen Tamiflu gebildet haben, wenn man weiss, dass die japanische Regierung die Behandlung von Kindern und Jugendlichen aufgrund von starken Nebenwirkungen verboten hat, wie kann mann dann so verlässig sein und Tamiflu als Hauptbestandteil der Medikamentenbevorratung gegen die Schweingrippe vorsehen und dafür Millionen an Steuergeldern verschwenden ?
Selbst die amerikanische Regierung ist mittlerweile zur Ansicht gelangt, dass es besser wäre das Verhältnis von Tamiflu und Relenza auf 50/50 zu ändern.
(Quelle: Sitzung National Biodefense Science Board,http://www.hhs.gov/aspr/conferences/nbsb/nbsb-mtgtrnscrpt-090925.pdf - auf den Seiten 178 ff.:)
Es bleibt auch festzuhalten, dass es neben Tamiflu und Relenza weitere, wesentlich effektivere Medikamente gibt.
Nehmen wir Relenza "intravenös" als Beispiel. Warum wird/wurde diese effektivere Variante
(Quelle The Lancet:http://www.natap.org/2009/newsUpdates/091709_02.htm)
nicht rechtzeitig gefördert und bevorratet ? Ist es den Regierungen vielleicht doch nicht Wert 450 US je Dosis , besser je Steuerzahler, zu investieren um eine optimale medizinische Versorgung zu gewährleisten ?
Oder wurde in den verantwortlichen Ministerien und Behörden einfach nur gepennt ?
Schauen wir uns mal das Medikament Laninamivir von Biota/Daichii Sankyo genauer an. Seit Sommer hat dieses Medikament Phase 3 erfolgreich bestanden, http://www.lifescience-online.com/LANI_Phase_III_clinical_trials_in_Asia_prove_succe,17280.html?portalPage=Lifescience+Today.News
braucht nur 1 Mal wöchentlich genommen zu werden und hat Präventiv-Eigenschaften !
(http://www.reuters.com/finance/stocks/keyDevelopments?rpc=66&symbol=BTA.AX×tamp=20091111222500).
Warum gibt es für dieses Medikament kein "emergency-approval" ? Für Peramivir, keine Phase 3 bestanden, gibt es dieses Approval !
Ganz einfach: ES wurde seitens der Unternehmen / Entwickler nie beantragt ! Warum nur ?
Auch darauf findet man schnell eine Antwort: Biota kassiert momentan ca 7% der Relenza-Einnahmen von Glaxo.
Glaxo-Daichii Sankyo und Biota sind eng miteinander geschäftlich verbunden.(einfach mal googeln)
Warum sollte man sich eine Kugel ins Knie schiessen und ein 2tes besseres Medikament in den Markt bringen,
was wömöglich auch noch die Impfstoffeinnahmen des Partners Glaxo gefährdet (Präventiv-Eigenschaften) !
Nein, jetzt wird erstmal alles abgegrast, abkassiert was möglich ist, die Regierungen und Steuerzahler gemolken,
schließlich läuft 2014 das Patent für Relenza ab, da ist Eile geboten.
Aus Sicht der Unternehmen kann man diese Vorgehensweise nachvollziehen, vielleicht sogar Verständnis haben,
solange keine Menschen gefährdet werden. Für das Verhalten der Behörden kann ich persönlich jedoch kein Verständnis
aufbringen.
Alle Bürger haben ein Recht auf die optimalste medizinische Versorgung die möglich ist, meiner Meinung
sitzen in den verantworlichen Stellen / Behörden mittlerweile soviele Lobbyisten, Protektionisten oder einfach nur Handlanger
die Angst um ihre Karriere haben, so das eine unparteische uneinvorgenommene Entscheidungsfindung IM SINNE der Bevölkerung
nicht mehr möglich ist.
Hätten die zuständigen Behörden rechtzeitig genügend Druck auf die beteiligten Unternehmen ausgeübt,
so wäre es zu keiner Impstoff-Diskusion oder jetzt Tamiflu-Diskusion gekommen.


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