Experten warnen vor europaweiter Schlaganfall-Epidemie
Donnerstag, 10. Dezember 2009
Münster – Vor einer regelrechten Schlaganfall-Epidemie warnt die Initiative „Action for Stroke Prevention“ (ASP). Sie stellte deshalb im Europäischen Parlament Handlungsempfehlungen für Maßnahmen gegen Schlaganfälle aufgrund von Vorhofflimmern vor. Neben dem deutschen Kompetenznetz Vorhofflimmern (AFNET) unterstützen 16 weitere europäische und nationale Ärzte- und Patientenorganisationen die Initiative ASP.
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Laut AFNET werden 15 bis 20 Prozent aller Schlaganfälle durch Vorhofflimmern verursacht. Experten schätzen den durch Schlaganfälle bedingten wirtschaftlichen Schaden europaweit auf 38 Milliarden Euro jährlich. Epidemiologen rechnen damit, dass es im Jahr 2050 rund 2,5-mal so viele Patienten mit Vorhofflimmern geben wird wie heute.
Vor diesem Hintergrund schlägt ASP eine Reihe von Maßnahmen vor, die helfen sollen, die Zahl der Schlaganfälle zu senken. Dazu gehört beispielsweise Patienten besser aufzuklären, Vorhofflimmern früher zu diagnostizieren und neue Präventionsansätze zu entwickeln. Der Erfahrungsaustausch zwischen den europäischen Staaten müsse erleichtert werden. Zudem gelte es neue Strategien zu entwickeln, die zu einer besseren Einhaltung der Leitlinien führen.
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