Restlicher Schweinegrippe-Impfstoff soll ins Ausland gehen
Freitag, 11. Dezember 2009
Berlin – Das Bundesgesundheitsministerium unterstützt den Vorstoß einiger Bundesländer, nicht benötigten Schweinegrippe-Impfstoff im Ausland zu veräußern. Ein Sprecher sagte am Freitag in Berlin, das Ministerium habe über die Botschaften die Angebote verbreitet. Ob Impfstoff verkauft oder verschenkt werde, müssten die Bundesländer entscheiden. Das Ministerium trete nur als Makler auf, da der Impfstoff Eigentum der Länder sei.
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hatte zu Wochenbeginn mitgeteilt, dass die Länder eine Charge von 2,2 Millionen Ampullen verkaufen wollten. Insgesamt erwarben sie rund 50 Millionen Dosen.
Das Land Bremen hatte angekündigt, sich für eine Stornierung bereits bestellter Impfstoffe gegen die Neue Grippe beim Hersteller einzusetzen. Mit den anderen Ländern habe man sich darauf geeinigt, mit dem Hersteller zu verhandeln, sagte eine Sprecherin der Bremer Gesundheitsbehörde. Die Verhandlungen mit dem Konzern GlaxoSmithKline sollen vier Länder übernehmen – darunter Niedersachsen und Bremen. Ein erster Kontakt soll noch vor Weihnachten hergestellt werden.
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