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Medizin

Neue Zahlen: H1N1 schwächer als erwartet

Freitag, 11. Dezember 2009

London/Boston – Die Letalität der Neuen Influenza A/H1N1v ist weitaus geringer als angenommen. Die britische Health Protection Agency beziffert sie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2009;339:b5213) mit 0,026 Prozent. US-Forscher hatten sie Anfang der Woche in PLoS Medicine (2009; 6: e1000207) mit 0,048 Prozent angegeben. Damit liegt das Risiko, an einer Infektion mit H1N1 zu sterben, grob vereinfacht, zwischen 1 zu 2000 und 1 zu 4000.

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Die Neue Influenza ist damit weniger gefährlich als die saisonale Grippe, deren Letalität mit 0,2 Prozent angegeben wird. An der gefürchteten spanischen Grippe starben 2 bis 3 Prozent der Erkrankten, sofern man den früheren Statistiken aus den Jahren 1917/18 vertrauen darf.

Diese geringe Letalität steht übrigens nicht im Widerspruch zu den Zahlen zu den Verstorbenen, welche die Centers for Disease Control and Prevention Mitte der Woche verkündete. Danach sind in den USA bereits 10.000 Menschen an der Neuen Influenza gestorben. Bezogen auf die etwa 50 Millionen Menschen, die sich in den USA infiziert haben, ergäbe diese eine Letalität von 0,02 Prozent.  

In den USA dürfte angesichts dieser Zahlen, die für Mitte November gelten, die Impfung, zu spät gekommen sein. Viele waren damals bereits „wildtyp“-geimpft, was vielen wegen des milden Verlaufs wohl unbemerkt blieb.

Für andere könnte die Impfung weiter lebensrettend sein, warnte Sir Liam Donaldson der Chief Medical Officer in England. Aus der Auswertung von 138 Todesfällen im BMJ geht hervor, dass zwei Drittel der Gestorbenen die Kriterien für eine Impfung erfüllt hätten. Auch seien ein Drittel (38 Prozent) der Todesfälle in Nicht-Hochrisikogruppen aufgetreten.

Während die Gefahr bei Menschen über 65 Jahren sich anzustecken sehr gering war, sei das Sterberisiko im Fall einer Erkrankung höher als in anderen Altersgruppen. Viele ältere Menschen verfügen offenbar noch über einen Immunschutz aus früheren Grippewellen, der bei einem geschwächten Abwehrsystem aber einen tödlichen Verlauf nicht verhindert. © rme/aerzteblatt.de

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adonis
am Montag, 14. Dezember 2009, 08:00

Nachher ist man immer klüger!!

Und vergessen wir doch eines nicht: Die Verträge für die Impfstoffe wurden unter dem Eindruck der Vogelgrippe unterschrieben, die eine sehr viel höhere Sterblichkeit bei infizierten hatte!!! Insofern sehen wir das Ganze für eine sehr gute ûbung einer Massenimpfung!
Thelber
am Sonntag, 13. Dezember 2009, 12:07

Influenza - nichts als Influenza ?

Mit diesen Zahlen hat sich dann doch gezeigt, dass die Kritiker der hysterisch anmutenden Darstellung in der Presse ein Stück weit Recht haben. Leider. Denn so wird der durchschnittliche Bundesbürger die Notwendigkeit von Impfungen weiterhin "nach Gefühl" und nicht nach Fakten beurteilen. Und damit reichlich skeptischer als dem Grunde nach rational begründet.

Neue Munition gibt es damit auch fül alle diejenigen, die als Motor der Impfkampagne die "geldgierige Pharmaindustrie" vermuten.

Nur "dumm gelaufen" ? Oder "schlecht aufgestellt" ?
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