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Rösler: Auch SPD wollte Pflege-Zusatzversicherung

Montag, 14. Dezember 2009

Berlin – Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat die Kritik der SPD am Vorhaben der schwarz-gelben Koalition zurückgewiesen, in der Pflege eine private Zusatzversicherung einzuführen. Rösler sagte der „Berliner Zeitung“ vom Samstag, auch seine Amtsvorgängerin Ulla Schmidt (SPD) habe entsprechende Pläne ausarbeiten lassen.

„Ich habe festgestellt, dass hier im Ministerium mehrere Modelle dafür entwickelt worden sind“, berichtete Rösler. Er reagierte damit unter anderem auf den Vorwurf des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach, eine Privatvorsorge in der Pflege sei ökonomisch unsinnig und ethisch inakzeptabel.

„Selbst meine Vorgängerin Ulla Schmidt, die ja wohl derselben Partei angehört wie Herr Lauterbach, war offenbar davon überzeugt, dass wir in der Pflege eine zusätzliche Kapitaldeckung brauchen“, sagte Rösler.

Der Minister fügte hinzu, es sei in der Fachwelt unbestritten, dass sich die Alterung der Gesellschaft in der Pflegeversicherung viel deutlicher auswirke als bei der Krankenversicherung. „Es ist also geradezu eine ethische Verantwortung dafür zu sorgen, dass die Pflege bezahlbar bleibt“, betonte er.

Das Argument, die Pflegeversicherung sei unterfinanziert, wies Rösler zurück: Die Pflege sei schon immer eine Teilversicherung gewesen, die nicht den tatsächlichen Bedarf abdecke, sondern nur fest definierte Hilfesätze. © ddp/aerzteblatt.de

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