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Seit der letzten Meta-Analyse (JAMA 2005; 294: 97-104) sind zwar erst vier Jahre vergangen, doch die Zahl der Studien, die dem Zusammenhang zwischen Kaffee und Typ-2-Diabetes mellitus nachgehen, hat sich verdoppelt.
Rachel Huxley vom George Institute for International Health in Sydney und Mitarbeiter können ihre Aussagen auf 18 Studien mit 457.922 Teilnehmern stützen. Hinzu kommen noch einmal sechs Studien mit 225.516 Teilnehmern zum Einfluss von entkoffeiniertem Kaffee und sieben Studien mit 286.701 Teilnehmern zu den Auswirkungen von Tee.
Sie kommen fast einmütig zu dem Ergebnis, dass der Genuss der drei erwähnten Getränke mit einer erniedrigten Rate von Erkrankungen am Typ-2-Diabetes mellitus einhergehen. Mehr noch: Die überwiegende Zahl der Studien findet eine Dosis-Wirkungsbeziehung: Je mehr Tassen der Getränke Erwachsene am Tag trinken, desto geringer ist das Erkrankungsrisiko. Pro Tasse Tee oder Kaffee (mit oder ohne Koffein) sinkt das Erkrankungsrisiko um 7 Prozent rechnet die Chef-Epidemiologin des Instituts vor. Bei drei bis vier Tassen am Tag ergibt sich schnell eine Reduktion um etwa ein Viertel.
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Zu den möglicherweise diabetespräventiven Substanzen zählt die Forschung Magnesium und Antioxidanzien wie Lignane oder chlorogene Säuren. Ob sie wirklich vor einem Diabetes schützen können, muss zukünftigen Studien überlassen bleiben. Im Idealfall wären diese randomisierte klinische Studien.
Kaffee- und Teetrinkern bleibt derzeit die Hoffnung, dass die Genussmittel eine günstige Begleitwirkung haben. Aus Sicht der European Society of Cardiology spricht nichts gegen die Getränke, da sich Befürchtungen, sie könnten eine schädliche Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System haben, nicht bestätigt hätten. Der Pressesprecher Lars Rydén warnte jedoch, dass Kaffee und Tee sicherlich nicht die etablierten Diabetesrisiken aufheben, die sich aus Bewegungsmangel und Übergewicht ergeben.
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