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Internetportal nimmt Gesundheitskosten unter die Lupe

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Berlin – Der Dauerdebatte um die Gesundheitskosten hat sich das Portal imedo.de einmal anders angenommen: Mithilfe eines Gesundheitskostenplakats hat die Internetplattform die jährlichen Kosten des deutschen Gesundheitswesens – im vergangenen Jahr den Angaben von imedo.de zufolge 253 Milliarden Euro – genauer unter die Lupe genommen.

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Das Plakat enthält Informationen zu sämtlichen Kosten, die im Gesundheitswesen entstanden sind. Es finden sich etwa Angaben zu den Ausgaben der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung, zu Arzneimitteln, Präventionsmaßnahmen, Verwaltungskosten und ärztlichen Leistungen.

Darüber hinaus informiert die Übersichtsdarstellung beispielsweise über die unterschiedlichen Gesundheitskosten von Männern und Frauen, zieht internationale Ausgabenvergleiche und zeigt eine Top-10-Liste der verkauften Arzneimittel in Deutschland.

Ziel des Plakates sei es, für Transparenz und Übersicht im Gesundheitswesen zu sorgen sowie auf Schwächen des Systems hinzuweisen, hieß es bei der Präsentation am Mittwoch in Berlin. „Unser Plakat ist ein umfassender und trotzdem übersichtlicher Kostennavigator“, sagte Sven-David Müller von imedo.de.

Das Portal hat einen Anstieg der Gesundheitskosten in Deutschland von drei Prozent im Vergleich zu 2007 berechnet. Aufgrund der vorliegenden Daten und Informationen leitet imdeo.de Handlungsbedarf ab. So seien etwa „fahrende Hausärzte“ ein Ansatz, um den Versorgungsengpässen in ländlichen Regionen entgegen zu treten.

Die 10,1 Milliarden Euro, die nach der Aufstellung von imedo.de im Jahr 2008 in die Prävention geflossen sind, sähen die Initiatoren gerne anders eingesetzt: „In der Prävention fehlt es nicht an Geld, sondern an Effizienz. Ein Großteil der Präventionsausgaben geht in Marketing-Aktionen. Doch durch eine Broschüre ist noch nie ein Mensch gesünder geworden.“

Die Portalverantwortlichen schlagen vor, das Geld lieber in das „persönliche Gespräch“ zu investieren: „Von dem Geld könnten 100.000 Präventionsfachkräfte wie Bewegungstherapeuten, Diätassistenten und pädagogische Fachkräfte eingestellt werden“, erläuterte Müller. © nos/aerzteblatt.de

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