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Streit um besseren Schutz von Versuchstieren

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Brüssel – Die Bundesregierung hat Vorbehalte gegen einen besseren Schutz von Versuchstieren in der Europäischen Union. Das sagte Agrar-Staatssekretär Gert Lindemann am Mittwoch am Rande von Beratungen der europäischen Landwirtschaftsminister in Brüssel. Ein geplantes EU-Gesetz zum Tierschutz liegt nun auf Eis, bis Deutschland eine verfassungsrechtliche Prüfung abgeschlossen hat.  

Bei der Prüfung gehe es um das „Spannungsfeld gegenüber dem Staatsziel Tierschutz auf der einen Seite und dem Grundrecht auf Forschungsfreiheit auf der anderen Seite“, sagte Lindemann. Dem Vernehmen nach will das Bundesforschungsministerium zu weitreichende Einschränkungen bei Tierversuchen verhindern. Davon würden insbesondere Pharma- und Kosmetikkonzerne profitieren.  

Nach dem Richtlinien-Vorschlag der EU-Kommission vom Dezember 2008 sollen Tierversuche an Menschenaffen künftig verboten sein. Zudem sollen verstärkt Alternativen zu Tierversuchen geprüft werden, damit die Zahl von jährlich rund zwölf Millionen Versuchstieren in der EU sinkt. Tierschützern gehen die Pläne nicht weit genug. Sie fordern unter anderem ein Totalverbot von Versuchen an Affen. © afp/aerzteblatt.de

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