Washington – US-Ärzte dürfen den Lipidsenker Rosuvastatin vermutlich bald auch offiziell bei Patienten einsetzen, die gar keine erhöhten Cholesterinwerte haben. Auf einer Gutachtertagung stimmten 12 gegen 4 Experten bei einer Enthaltung dafür, die Indikation auf Patienten mit einem erhöhten CRP-Wert auszudehnen.
In dem Mega-Trial mit 17.802 Teilnehmern war es unter der Therapie mit 20 mg/die Rosuvastatin gegenüber Placebo zu einer Reduktion der Herz-Kreislauf-Ereignisse (Herzinfarkt, Schlaganfall, Revaskularisierung, Hospitalisierung wegen einer instabilen Angina pectoris oder Tod) von 1,36 auf 0,77/100 Patientenjahre gekommen. Dem stand allerdings ein Anstieg in der Inzidenz der Diabetesneuerkrankungen von 2,3 auf 2,8 Prozent gegenüber, der ebenfalls signifikant war.
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Die FDA ist nicht an das Votum der Gutachter gebunden, richtet sich aber in der Regel danach. Unter der Leserschaft des New England Journal of Medicine, in dem die Studie vor einem Jahr (2008; 359: 2195-2207) publiziert wurde, war die Meinung zu einem breiteren Einsatz von Rosuvastatin geteilt.
In einer Internet-Umfrage waren 49 vs. 51 Prozent dafür, bei äußerlich gesunden Menschen ein Screening auf erhöhte CRP-Werte durchzuführen und 48 vs. 52 Prozent sprachen sich für eine Ausweitung der Indikation aus.
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