Das Institut soll eine Kosten-Nutzen-Bewertung unter anderem zu einer Kombinationstherapie aus Clopidogrel und Acetylsalicylsäure bei akuter Herzkrankheit im Vergleich zu einer Monotherapie mit Acetylsalicylsäure durchführen.
Aufgrund der Einschätzung des IQWiG kann der GKV-Spitzenverband dann einen Höchstbetrag für Arzneimittel festsetzen, für die kein Festbetrag bestimmt werden kann. Im Oktober hatte das IQWiG nach zweijähriger Entwicklungsarbeit eine Methode für die Bewertung von Kosten-Nutzen-Verhältnissen vorgestellt.
Der Vorsitzende des G-BA, Rainer Hess, äußerte sich auch zur aktuellen Diskussion um den Leiter des IQWiG, Peter Sawicki. Es habe bereits Bestrebungen aus der Politik gegeben, Sawicki als Institutsleiter abzulösen, bevor über Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit der Nutzung seines Dienstwagens berichtet worden sei, sagte Hess.
„Sollte Herr Sawicki nun abgelöst werden, ist das eine politische Entscheidung und das ist ein Problem.“ Denn man werde sich danach die Frage stellen, ob das IQWiG noch unabhängig sei. Selbstverständlich habe niemand Anspruch darauf, nach Ablauf seines Vertrages weiterbeschäftigt zu werden.
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