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Politik

Mehr Spenderorgane durch verbesserte Inhouse-Koordination

Freitag, 18. Dezember 2009

Berlin – Der deutschen Transplantations­medizin stehen tief greifende Veränderungen bevor, erklärte der Vorsitzende des Ausschusses Organtransplantation der Bundesärztekammer, Hans Lilie, im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt.
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Voraussichtlich werde bereits im ersten Halbjahr 2010 eine EU-Richtlinie die Organisation der Organspende und –transplantation staatlichen Einrichtungen übertrage. „Es steht zu befürchten, dass der bisherige Vorrang der Selbst­verwaltungs­gremien der Ärzteschaft mit ihrer hohen Sachkenntnis und ausgeprägten Flexibilität Einschränkungen hinnehmen muss“, sagte der Strafrechtler.

Lilie sprach sich zudem dafür aus, die finanzielle Entschädigung für Krankenhäuser, die sich für die Organspende engagieren, zu erhöhen. Man dürfe nicht übersehen, dass kurzfristige Organtransplantationen für eine Klinik deutliche Kostenfaktoren seien.

Wichtig sei auch, die Inhouse-Koordination besser zu vergüten. In Spanien, einem Land mit einer sehr hohen Organspenderate, sei die Inhouse-Koordination beispielsweise „eine respektierte Tätigkeit und nicht irgendein Nebenamt, für das man im Klinikalltag gar keine Zeit hat“. © fos/aerzteblatt.de

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