Bonn – Eine genomweite Assoziationsstudie (GWAS) hat zur Entdeckung zweier weiterer Genvarianten geführt, die eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte begünstigen. Die Autoren vermuten in Nature Genetics (2009; doi: 10.1038/ng.506), dass es noch weitere Erbanlagen gibt.
Erst vor wenigen Monaten hatte die Gruppe um Elisabeth Mangold vom Institut für Humangenetik der Universität Bonn auf dem Chromosoms 8q24.21 einen SNP (Single Nucleotide Polymorphism) entdeckt, der mit einem um den Faktor 2,57 erhöhten Risiko auf eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte assoziiert war (Nature Genetics 2009; 41: 473-477).
Eine weitere Erbanlage war bereits vorher auf dem Chromosom 1 entdeckt worden. Jetzt kommen zwei SNP auf den Chromosomen 17q22 und 10q25.3 hinzu. Sie erhöhten bei homozygoten Merkmalsträgern das relative Risiko um 84 Prozent beziehungsweise um das 2,17-Fache, dass es während der Embryonalentwickung nicht zu dem von der Natur vorgesehenen Verschluss verschiedener Gewebefortsätze des Gesichtsschädels kommt, was dann unterschiedliche Spaltbildungen zur Folge hat.
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