Nachdem ich versuchsweise die ersten Patienten eingegeben habe, kann ich vorerst mal folgende Punkte kommentieren:
- Eingabedauer pro Patient im Mittel 12 Minuten - macht bei zehn Patienten zwei Stunden (!!!) reine Tipparbeit.
- Kassennummer und Versicherungsnummer müssen manuell eingegeben werden. Da sind Zahlendreher vorprogrammiert - und damit dürfte die Vergütung dann erstmal perdu sein. Bis solche - per se im Längsschnitt unvermeidbaren - Fehler dann jeweils von KV und Kassen berichtigt sind, dürfte viel Zeit ins Land gehen.
- Ohne die komplette Befundeingabe kann der jeweilige Fall nicht abrechnungsrelevant abgeschlossen werden. Ich bin mir aber keineswegs sicher, ob die Weitergabe der detaillierten Einzelbefunde nicht den Tatbestand der Schweigepflichtsverletzung erfüllt.
Jede Befundweitergabe ist bisher - aus gutem Grund - strikt illegal, sofern der Patient nicht sein Einverständnis dazu gibt. Und jetzt soll ich alle Akutbefunde (die sehr wohl der Intimsphäre zuzurechnen sind) einem völlig undurchschaubaren Personenkreis einfach so zugänglich machen?
Solange es da kein eindeutiges und rechtlich bindendes Votum von juristischer Seite gibt, werde ich keinen einzigen realen Patienten in dieses System eingeben.

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