Berlin – Die Unions-Bundestagsfraktion will möglichst bald ein Gesetz zur vertraulichen Geburt vorlegen. Zur Erarbeitung eines Entwurfs hat Fraktions-Vize Ingrid Fischbach einen entsprechenden Arbeitskreis aus Politikern verschiedener Fachrichtungen gegründet.
Im Mai wird das Bundesfamilienministerium einen Bericht zu Babyklappen und anonymer Geburt vorlegen. Dann soll das Parlament möglichst fraktionsübergreifend zu einer Entscheidung kommen.
Hintergrund der Problematik ist eine rechtliche Grauzone. Seit zehn Jahren gibt es sogenannte Babyklappen, die es Frauen ermöglichen, ihre Säuglinge unerkannt abzugeben. Damit soll eine Kindstötung verhindert werden.
Doch diese Einrichtungen sind sowohl rechtlich als auch menschlich umstritten. Das Aussetzen von Kindern bleibt verboten, auch wenn es bei einer Babyklappe geschieht. Dies hat Auswirkungen auf die Betreiber. Derzeit werden die Babyklappen geduldet.
Doch auch der Erfolg der Babyklappen ist umstritten. Kritiker bemängeln, dass durch Babyklappen keine Kindstötungen verhindert würden, aber möglicherweise eine Anreizwirkung entstehe. Ähnlich verhalte es sich bei den anonymen Geburten.
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