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Zeitung: Kassen sollen künftig Kosten für Raucherentwöhnung zahlen

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Hamburg – Die gesetzlichen Krankenkassen sollen einem Zeitungsbericht zufolge künftig Rauchern die Kosten für Entwöhnnungsprogramme bezahlen. Laut „Hamburger Abendblatt“ vom Mittwoch ist vorgesehen, dass jedem, der sich beim Hausarzt als chronischer Raucher mit gesundheitlichen Beschwerden in ein Programm einschreibt, die Aufwendungen erstattet werden.

Die Zeitung beruft sich auf einen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), der dem Blatt nach eigenen Angaben vorliegt. In dem Ausschuss legen Ärzte und Kassen den Leistungskatalog fest.  

Ein Sprecher des Gremiums bestätigte der Zeitung, dass das Bundesgesundheitsministerium den Beschluss sofort als Rechtsverordnung in Kraft setzen könne. Für entsprechende Programme kommen nach Einschätzung der Experten in dem Ausschuss Raucher in Frage, die mindestens seit einem Jahr täglich husten beziehungsweise unter Atemnot leiden oder deutliche gesundheitliche Folgeerscheinungen zeigen.  

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), sagte der Zeitung, sie wolle den Beschluss zunächst „fachlich und politisch“ prüfen. „Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko unserer Zeit, daher sind Angebote zur Tabakentwöhnung ein wichtiger Baustein in der Prävention“, sagte Dyckmanns.

Allerdings müsse es dabei bleiben, „dass die Aufgabe des Rauchens weiter in der Eigenverantwortung der Raucherinnen und Raucher liegt“. Eine generelle Kostenübernahme für sämtliche Arzneimittel zur Tabakentwöhnung lehnte Dyckmanns ab. © afp/aerzteblatt.de

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emilio
am Mittwoch, 23. Dezember 2009, 20:44

Typische Lobbypolitik der FDP

Halbtoten Rauchern, deren gesundheitliche Folgen des Rauchens bereits den Etat der Kassen belasten, darf also das Rauchen auf Kosten der Krankenkassen abgewöhnt werden, während diejenigen, die noch gesund sind, selbst verantwortlich sind. Es sind vielleicht nur wenige Prozent der Raucher, denen ein solcher Anstoß helfen würde, (erneut) eine Raucherentwöhnung anzugehen, aber die geringen Kosten der Raucherentwöhnung würden wahrscheinlich -zigfache Kosten der Therapie und des Todeskampfes vermeiden helfen.
Die inkompetente Haltung der jetzigen Drogenbeauftragten nützt der Tabakindustrie und sorgt für kostspielige Patienten.
Wie wäre es, wenn man nicht "die Aufgabe des Rauchens" sondern die Therapie der gesundheitlichen Folgen "in die Eigenverantwortung der Raucherinnen und Raucher" legen würde?! Das gäbe aber einen Aufschrei! Und einen Run auf Entwöhnprogrammme.

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