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| Barack Obama /dpa |
Obama sagte nach der Abstimmung, mit den von beiden Parlamentskammern vorgelegten Entwürfen stehe eine „bedeutende Gesundheitsreform“, die Sicherheit und Stabilität bringe, nun kurz bevor. Seit sich der frühere US-Präsident Theodore Roosevelt für eine solche Reform stark gemacht habe, hatten sich sieben seiner Nachfolger des Projektes angenommen. Immer wieder seien diese Vorhaben aber von Lobbyisten behindert worden, die die Versicherungsindustrie statt des Wohls des amerikanischen Volkes im Blick gehabt hätten, sagte Obama.
Um zögernde konservative Senatoren zu überzeugen, hatte die Führung der Demokraten erhebliche Abstriche vorgenommen: So wurde das Vorhaben zur Gründung einer staatlichen Krankenkasse gestrichen, die in Konkurrenz zu privaten Anbietern preiswerte Angebote machen sollte. Auch enthält der Entwurf nun ein weitgehendes Verbot der Kostenübernahme von Abtreibungen durch staatlich bezuschusste Policen. Diese Zugeständnisse sorgten beim linken Parteiflügel für Unmut.
Das Projekt ist die umfassendste Sozialreform in den USA seit mehr als vier Jahrzehnten. Es soll etwa 31 Millionen der bislang 36 Millionen unversicherten US-Bürger den Zugang zum Versicherungsschutz im Krankheitsfall ermöglichen. Nicht berücksichtigt sind die zahlreichen unversicherten illegalen Zuwanderer in den USA, deren Zahl auf deutlich mehr als zehn Millionen geschätzt wird.
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Nach der Verabschiedung im Senat muss der Senatsentwurf noch in einem Vermittlungsverfahren mit der am 7. November gebilligten Vorlage des Repräsentantenhauses in Einklang gebracht werden. Dies dürfte erneut wochenlange Verhandlungen erfordern. Der überarbeitete Text muss dann beiden Kammern erneut zur Abstimmung vorgelegt werden.
Obamas Sprecher Bill Burton bezeichnete die beiden Entwürfe als „zu 95 Prozent gleichwertig“. Nun werde daran gearbeitet, die restlichen Differenzen zu überbrücken. Der Fraktionschef der Republikaner, Mitch McConnell, kündigte erneut Widerstand gegen die Reform an.
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