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Anstieg bei Schweinegrippefällen am Winterende befürchtet

Montag, 28. Dezember 2009

Berlin – Nach dem Abebben der ersten Schweinegrippe-Welle schließt der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Jörg Hacker, einen neuen Anstieg der Infiziertenzahlen in den kommenden Monaten nicht aus. Es sei „möglich, dass die Fallzahlen zum Ende des Winters oder im frühen Frühjahr wieder steigen werden“, sagte Hacker in Berlin.

Ob es eine zweite Welle geben werde, sei aber nicht vorherzusagen. Denkbar sei auch, dass das H1N1-Virus „Teil der saisonalen Influenza“ werde und damit gleichsam in der alljährlichen Grippewelle aufgehe.

Auch Hessens Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) warnte vor einer weiteren Infektionswelle bei der Schweinegrippe. Aus den Erfahrungen mit der saisonalen Grippe lasse sich ein zweiter Infektionshöhepunkt zwischen Ende Januar und Anfang Februar ausmachen, sagte der Minister i Wiesbaden.

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Hacker zufolge stellten die Mediziner weltweit zuletzt „vereinzelte Mutationen“ des Schweinegrippe-Erregers fest, die aber bislang als nicht besorgniserregend eingestuft werden: „Diese Mutationen haben bisher keinen Einfluss auf die krankmachende Wirkung des Virus.“

Angesichts von rund 200.000 bestätigten Schweinegrippe-Fällen in Deutschland und deutlich mehr als hundert Toten riet der RKI-Präsident erneut zur Impfung. Es sei „nach wie vor sinnvoll“, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen. Der Impfstoff habe sich als „im Prinzip gut verträglich“ erwiesen.

Banzer kündigte einen erneuten Impfausruf an. „Die Gefahr einer weiteren Infektionswelle macht es erforderlich, dass wir die Menschen noch einmal explizit auf die Notwendigkeit einer Impfung hinweisen“, sagte der Minister. Banzer zufolge sei ein Ziel, künftig eine gemeinsame Impfung gegen die saisonale Grippe und die Schweinegrippe anzubieten. © ddp/afp/aerzteblatt.de

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