Washington – Die US-amerikanische Arzneibehörde FDA hat erstmals einen Grippeimpfstoff zugelassen, der speziell für Senioren entwickelt wurde. Der Impfstoff ist deutlich höher dosiert, was in klinischen Studien die Immunität verbesserte, aber auch die Verträglichkeit herabsetzte.
Senioren sind die am stärksten durch die Grippe bedrohte Bevölkerungsgruppe. Obwohl in den USA nur 15 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt sind, entfallen auf sie 65 Prozent aller Hospitalisierungen wegen Grippe und ihrer Komplikationen und 90 Prozent aller Todesfälle. Senioren sind deshalb die wichtigste Zielgruppe der Impfkampagnen.
Gleichzeitig ist bekannt, dass die Immunogenität von Impfstoffen im Alter stark abnimmt. In der Zulassungsstudie erreichten unter dem konventionellen saisonalen Grippeimpfstoff des Herstellers nur 23,1 Prozent der im Durchschnitt 73 Jahre alten Teilnehmer eine Serokonversion gegen die Influenza A/N1N1.
Gegen H3N1 waren laut Tabelle 8 der US-Fachinformation 50,7 Prozent geschützt und bei Influenza B betrug die Serokonversionsrate 29,9 Prozent. Der jetzt im Eilverfahren zugelassene Impfstoff steigerte die Serokonversionsraten auf 48,6 Prozent (A/H1N1), 69,1 Prozent (A/H3N2) und 41,8 Prozent (Influenza B), ein in allen drei Fällen signifikanter Vorteil.
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