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USA: Erster Grippeimpfstoff speziell für Senioren

Montag, 28. Dezember 2009

Washington – Die US-amerikanische Arzneibehörde FDA hat erstmals einen Grippeimpfstoff zugelassen, der speziell für Senioren entwickelt wurde. Der Impfstoff ist deutlich höher dosiert, was in klinischen Studien die Immunität verbesserte, aber auch die Verträglichkeit herabsetzte.

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Senioren sind die am stärksten durch die Grippe bedrohte Bevölkerungsgruppe. Obwohl in den USA nur 15 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt sind, entfallen auf sie 65 Prozent aller Hospitalisierungen wegen Grippe und ihrer Komplikationen und 90 Prozent aller Todesfälle. Senioren sind deshalb die wichtigste Zielgruppe der Impfkampagnen.

Gleichzeitig ist bekannt, dass die Immunogenität von Impfstoffen im Alter stark abnimmt. In der Zulassungsstudie erreichten unter dem konventionellen saisonalen Grippeimpfstoff des Herstellers nur 23,1 Prozent der im Durchschnitt 73 Jahre alten Teilnehmer eine Serokonversion gegen die Influenza A/N1N1.

Gegen H3N1 waren laut Tabelle 8 der US-Fachinformation 50,7 Prozent geschützt und bei Influenza B betrug die Serokonversionsrate 29,9 Prozent. Der jetzt im Eilverfahren zugelassene Impfstoff steigerte die Serokonversionsraten auf 48,6 Prozent (A/H1N1), 69,1 Prozent (A/H3N2) und 41,8 Prozent (Influenza B), ein in allen drei Fällen signifikanter Vorteil.

Er wurde durch eine deutliche Erhöhung der Dosis erzielt. Statt 3 mal 15 µg Hämagglutinin (HA) aus jedem der drei Virusstämme enthält der neue Impfstoff für Senioren, der übrigens frei von Konservierungsmitteln ist, 3 Mal 60µg HA.

Das hatte bei den 2.576 mit der neuen Vakzine geimpften Senioren erwartungsgemäß eine Verschlechterung der Verträglichkeit zur Folge: Die Inzidenz von (meist milden) Schmerzen an der Injektionsstelle stieg laut Tabelle 4 von 24,2 auf 35,5 Prozent. Über Myalgien (ebenfalls meist milde) klagten 21,4 statt 18,2 Prozent. Über Kopfschmerzen berichteten 16,8 Prozent statt 14,5 Prozent. © rme/aerzteblatt.de

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