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Fitnessstudios zunehmend Verschiebebahnhof für Dopingmittel

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Darmstadt – Weit mehr als eine Million Freizeitsportler in Deutschland missbrauchen Medikamente, um ihre Fitness zu steigern oder ihre Körperoptik aufzupolieren. Laut einer Studie des Instituts für Sportwissenschaften der TU Darmstadt, sind Fitnessstudios und Sportvereine oft regelrechte Verschiebebahnhöfe für Dopingmittel.

Das gilt auch für sogenannte Gesundheitsstudios, die mit medizinischer Betreuung und Rehabilitationsmaßnahmen werben. „Die Dopingsituation im Freizeit- und Breitensport hat sich in den letzten Jahren stark zugespitzt", konstatiert Sportwissenschaftler und Studienautor Mischa Kläber.

Demnach greift von den mittlerweile rund sieben Millionen Mitgliedern von Fitnesscentern bereits jeder siebte zu legalen und illegalen Medikamenten, um seinen Körper zu stählen. „Aufgrund der Verschwiegenheit der Szene gehe ich sogar noch von einer weit höheren Zahl aus", vermutet Kläber.

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In Fitness- und Bodybuildingstudios fänden sich oft gut organisierte Doping-Netzwerke, die die Neulinge einweisen, ihnen Know-how und Medikamente verschaffen und auch im Injizieren der Mittel unterweisen.

Das belege, dass dopende Freizeitsportler keineswegs autonom handelnde Individuen und auch im Freizeitsport immer häufiger Ärzte und Apotheker in das Geschäft mit den Medikamenten verwickelt seien. © hil/aerzteblatt.de

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