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Lungenkrebs: Pfizer bricht Studie nach Todesfällen ab

Mittwoch, 30. Dezember 2009

New York City – Der Arzneimittelhersteller Pfizer hat, wie jetzt bekannt wurde, im September eine Phase-III-Studie zur Behandlung des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC) abgebrochen. Der Grund ist eine erhöhte Zahl von Komplikationen, darunter auch Todesfällen, unter der Behandlung mit dem Wirkstoff Figitumumab.

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Der monoklonale Antikörper Figitumumab inhibiert den Rezeptor für den “Insulin growth factor-1” (IGF-1R). IGF-1 ist ein Wachstumsfaktor für Krebszellen beim NSCLC. Der Rezeptor soll aber auch an der Resistenzentwicklung gegen EGFR-Inhibitoren (wie Gefitinib, Erlotinib, Cetuximab oder Panitumumab) beteiligt sein.

Pfizer setzt große Hoffnungen auf die Substanz, die in mehreren Phase-III-Studien untersucht wird. Dazu gehört die Studie A4021018, in der die Kombination aus Figitumumab plus Erlotinib mit einer Erlotinib-Monotherapie verglichen wird, und die Studie A4021017, in der Figitumumab (oder Placebo) zusätzlich zur Kombination aus Cisplatin plus Gemcitabin gegeben wird.

Die dritte Studie A4021016 untersucht, ob die zusätzliche Gabe von Figitumumab die Ergebnisse der Kombination aus Paclitaxel plus Carboplatin verbessern kann. In dieser Studie ist es nun zu einer Steigerung der Komplikationsrate gekommen, darunter auch zu Todesfällen, die es dem Hersteller zufolge unwahrscheinlich erscheinen lassen, dass die Studie den primären Endpunkt, eine Verbesserung des Überlebens, erreichen werde.

Die Studie wurde deshalb abgebrochen. Einzelheiten zur Art der Komplikationen und den genauen Todesursachen werden in der Pressemitteilung nicht genannt. © rme/aerzteblatt.de

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