Berlin – Die Bundesärztekammer (BÄK) will die Palliativmedizin zu einem festen Bestandteil der Medizin machen und fordert deshalb den Aufbau neuer Palliativstationen und Hospize.
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„Trotz großer Fortschritte in den vergangenen Jahren werden viele der schwerstkranken und sterbenden Menschen von bestehenden Angeboten nicht erreicht“, moniert BÄK-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe. Die Palliativmedizin könne dazu beitragen, das Vertrauen der Menschen in eine fürsorgliche Medizin am Lebensende zu stärken.
Seiner Ansicht nach kann der Ausbau der Palliativmedizin zudem der kommerziellen Sterbehilfe einen Riegel vorschieben. „Der Patient hat zwar das Recht auf einen würdigen Tod, nicht aber darauf, getötet zu werden“, betonte der Ärztepräsident. So werde in der Palliativmedizin im Gegensatz zur aktiven Sterbehilfe nicht der Leidende, sondern die Symptome seines Leidens beseitigt.
Zugleich sprach sich Hoppe für ein grundsätzliches Verbot der Patentierbarkeit von Genen und Teilen des menschlichen Körpers aus. Die Stammzellenforschung sei zwar ein wichtiger Teil der medizinischen Grundlagenforschung, doch sei das genetische Erbe des Menschen „Allgemeingut und keine Handelsware“.
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