Berlin – Niedergelassene Ärzte sind in Deutschland zunehmend Mangelware. Laut einer aktuellen Statistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) fehlen derzeit bundesweit 3.620 Ärzte. Dazu zählen über 2.026 Hausärzte, 1.260 Psychotherapeuten sowie 334 Fach- und Kinderärzte.
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KBV-Vorstand Andreas Köhler rief dazu auf, „den drohenden Ärztemangel als gesellschaftliche Herausforderung begreifen“. Für viele Patienten sei das Recht auf freie Arztwahl inzwischen reine Theorie. Vor allem Hausärzte auf dem Land finden laut KBV für ihre Praxen keine Nachfolger.
Mit 678 freien Arztsitzen ist das Land Niedersachsen laut KBV-Statistik am stärksten betroffen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 493 freien Plätzen. Aber auch in vielen anderen Bundesländern sieht die Situation kaum besser aus: In Sachsen-Anhalt sind 379 Plätze zu besetzen, in Bayern 360, in Sachsen 357, in Baden-Württemberg 282, in Thüringen 222 und in Brandenburg 211.
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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung sollte wissen, dass die Niedergelassen nicht mehr Kassenärzte sind, sondern Vertragsärzte. Also was vertritt nun die Kassenärztliche Vereinigung?
Kaum zu glauben, aber wahr: als Facharzt für Allgemeinmedizin seit 1998 hatte ich vergessen, mich auch ins Arztregister eintragen zu lassen (bzw. war 6 Tage zu spät dran). Konsequenz (durch Rechtsanwalt ausgefochten): Niederlassung nicht möglich, Kurse Allgemeinmedizin plus 2 Jahre Weiterbildung plus nochmalige Prüfung erforderlich laut Ärztekammer. Dies zum Thema Hausärztemangel. Danke an die Kollegen in den entsprechenden Gremien.
Herrr Köhler, jahrelang wurden auch mit Hilfe der KV junge Ärzte aus der Republik vertrieben und nun wollen sie den allgemeinmedizinischen Nachwuchs fördern ? Ja stimmt 2040 Euro Brutto Zuschuss prima weiter so.... In Wahrheit sind doch weniger Praxen nur gut, dann wird der Kuchen der zu verteilen ist eben wieder grössen.Wenn interssiert es schon, ob in Hinterthueringen oder Ostfriesland jemand den Buss zum Dr. nehmen muss...
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