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Kalifornischer Arzt muss nach Achtlingsgeburt um Zulassung fürchten

Dienstag, 5. Januar 2010

Los Angeles – Fast ein Jahr nach der Geburt der Achtlinge in den USA muss der verantwortliche Fortpflanzungsmediziner um seine Zulassung fürchten. Die Chefin der für die Lizenzen zuständigen Gesundheitsbehörde im US-Bundesstaat Kalifornien, Barbara Johnston, warf dem Arzt Michael Kamrava am Montag (Ortszeit) „Fahrlässigkeit“ vor.

Dass der Mediziner aus Beverly Hills der heute 34-jährigen Mutter Nadya Suleman acht Embryonen eingepflanzt habe, gehe weit über die „angemessene“ Behandlung hinaus, erklärte Johnston in ihrer Beschwerde. Nach den Richtlinien der US-Gesellschaft für Reproduktionsmedizin, die Kamrava bereits im September ausgeschlossen hatte, sollten einer Frau im Alter Sulemans höchstens zwei Embryonen eingepflanzt werden.  

Die durch künstliche Befruchtung gezeugten Achtlinge waren Ende Januar 2009 neuneinhalb Wochen vor dem errechneten Geburtstermin per Kaiserschnitt auf die Welt gekommen. Die Sensationsgeburt hatte in den USA zunächst Begeisterung ausgelöst. Als jedoch bekannt wurde, dass die alleinstehende und arbeitslose Mutter bereits sechs kleine Kinder aus künstlicher Befruchtung mit Spendersamen hatte, schlug der Jubel in Empörung um.

 

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  © afp/aerzteblatt.de

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