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Ersatzkassen zweifeln an Ärztemangel

Dienstag, 5. Januar 2010

Berlin – Der Verband der Ersatzkassen (vdek) widerspricht den Äußerungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zum Ärztemangel. „Es gibt keinen generellen Ärztemangel, sondern höchstens regionale Engpässe, die zu beheben sind“, erklärte Thomas Ballast, Vorstandsvorsitzender des vdek. Hier seien die KBV und die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) in den Ländern gefordert, gemeinsam mit den Krankenkassen Lösungsvorschläge zu entwickeln und die ländlichen Regionen für die Ärzte attraktiv zu machen.

Die Zahl der ambulant tätigen Ärzte sei in den letzten zwanzig Jahren um 50 Prozent gestiegen, 89 Prozent aller Planungsbereiche entsprechend überversorgt, so Ballast. Von Ärztemangel betroffen oder bedroht sei dagegen weniger als Prozent aller Planungskreise.

Vor diesem Hintergrund müsse es darum gehen, Überkapazitäten auf der einen Seite abzubauen und in schlechter versorgte Gebiete umzuleiten. Entsprechende Steuerungsinstrumente, wie Zuschläge für unterversorgte und Abschläge für überversorgte Gebiete, gebe es im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) bereits.

Im internationalen Vergleich nimmt Deutschland laut vdek in Sachen Arztdichte eine Position im vorderen Mittelfeld ein. Auf 100.000 Einwohner kämen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 345 Ärzte. Mehr Ärzte gebe es nur in Griechenland (500), Belgien (422) und Italien (365). © hil/aerzteblatt.de

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