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Sterblichkeit von HIV-Patienten hat sich halbiert

Dienstag, 5. Januar 2010

Boston – Die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) hat HIV-Patienten die Perspektive auf eine normale Lebenserwartung eröffnet. Die Sterblichkeit an der Erkrankung hat sich nach einer Studie in AIDS (2010; 24: 123-137) im letzten Jahrzehnt halbiert.

Die HIV-CAUSAL Collaboration fasst die Daten von 12 prospektiven Kohortenstudien aus den USA und Europa zusammen. Sie ist damit die größte Sammlung von Krankendaten zu HIV-Infizierten. Auf der Basis von 62.760 Patienten und einer Nachbeobachtungszeit von im Mittel 3,3 Jahren kann das Team um Miguel Hernan von der Harvard School of Public Health in Boston recht zuverlässige Aussagen zur Prognose der Patienten machen.

Diese hat sich seit der Einführung der HAART ab 1996 entscheidend gebessert. Die Mortalitätsrate ist um 52 Prozent gesunken. Besonders deutlich war der Effekt für Patienten mit fortgeschrittener Immunschwäche.

Patienten mit CD4-Zellzahlen unter 100/µl hatten vor der HAART-Ära nur noch eine geringe Lebenserwartung. Seit HAART ist die Sterblichkeit um 71 Prozent gesunken. Während sich das Endstadium Aids unter der früheren Therapie nur vorübergehend hinauszögern ließ, können die HIV-Patienten heute langfristig ihr Immunsystem stabilisieren: Die Sterblichkeit der Patienten, die 5 Jahre oder länger medikamentös behandelt werden, ist um 79 Prozent gesunken. © rme/aerzteblatt.de

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