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Länder verhandeln über Stornierung von H1N1-Impfstoff

Mittwoch, 6. Januar 2010

Berlin/Hannover – Vertreter von Bund und Ländern beraten am Donnerstag mit dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) über die Reduzierung der Lieferungen von Schweinegrippe-Impfstoff. Die Länder wollen nur noch die Hälfte der 50 Millionen bestellten Impfdosen abnehmen.

Die neue Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Niedersachsens Ressortchefin Mechthild Ross-Luttmann (CDU), sagte am Mittwoch in Hannover, sie sei zuversichtlich, „dass wir eine für alle Beteiligten annehmbare Lösung finden werden.“

Mit der Hälfte der bestellten Dosen gebe es nach den neuesten Empfehlungen genug Impfstoff, um 30 Prozent der Bevölkerung vor der Neuen Grippe zu schützen. „Wir setzen auch auf die Kulanz des Pharmakonzerns GSK, überschüssige Impfstofflieferungen zu stornieren“, sagte die Ministerin.

Der Impfstoffhersteller hatte jüngst seine Gesprächsbereitschaft bekundet. Es bedeute aber nicht, dass man die Vorschläge der Länder auch annehme, hatte ein Unternehmenssprecher erklärt. Es gebe einen gültigen Kaufvertrag.

Zu einem möglichen Impfstoffverkauf ins Ausland sagte Ross-Luttmann, es könne nicht sein, dass die Bundesländer einzeln Kontakt mit ausländischen Staaten aufnehmen. „Wir sind doch keine Pharmagroßhändler. Der Bund hat die Aufgabe, den möglichen Verkauf von Impfstoff ins Ausland zu koordinieren.“ Der Bund sei auch beim Kauf des Impfstoffs Vertragspartner gewesen. Die bisherigen Bemühungen zum Verkauf seien nicht ausreichend.

Das Treffen mit dem Hersteller findet nach Angaben des niedersächsischen Gesundheitsministeriums auf Arbeitsebene statt. Daran nehmen demnach Vertreter aus Niedersachsen, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen sowie vom Bundesgesundheitsministerium teil. © ddp/aerzteblatt.de

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