Studie erhellt genetischen Hintergrund von Lungenerkrankungen
Donnerstag, 7. Januar 2010
Leicester – Funktionale Lungenparameter wie FEV1 und FVC können mit Genvarianten an mehr Genloci in Zusammenhang gebracht werden als bisher angenommen. Liegen aus früheren Studien lediglich Ergebnisse über den Genlocus 4q31 vor, sind nun fünf weitere Genloci miteinbezogen worden.
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Dies veröffentlichte eine Gruppe zahlreicher internationaler Wissenschaftler am Montag in Nature Genetics (doi:10.1038/ng.501). Dabei erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse für Therapien, vor allem bei chronisch obstruktiven Krankheiten.
Insgesamt arbeiteten 96 Arbeitsgruppen aus 63 Zentren in Europa und Australien zusammen mit dem Medical Research Council und den Universitäten Leicester und Nottingham an diesem Projekt. Dieses SpiroMeta-Konsortium unter der Leitung von Martin Tobin und Ian Hall untersucht genetische Varianten an 2,5 Millionen Stellen im Genom von mehr als 20.000 Menschen, die weltweit an der Studie teilgenommen haben.
Der Zusammenhang zwischen den genetischen Erkenntnissen und der eingeschränkten Lungenfunktion ist den Wissenschaftlern zufolge besonders erfolgversprechend. Dabei fügen die Verantwortlichen hinzu, es gehe zunächst darum, mithilfe der neuen Erkenntnisse ein besseres Verständnis der molekularpathologischen Hintergründe sowohl der Lungenfunktion als auch von pathologischen Ereignissen zu gewinnen. Darauf aufbauend gäbe es neue Möglichkeiten, Behandlungsstrategien zu entwickeln.
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