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HIV: Therapieadhärenz senkt Behandlungskosten

Donnerstag, 7. Januar 2010

Baltimore – Die zuverlässige Einnahme der antiretroviralen Medikamente kommt nicht nur dem HIV-Infizierten zugute, der durch seine gute Therapieadhärenz Komplikationen der Immunschwäche vermeidet. Auch bei den Kostenträgern gibt es ein Einsparpotenzial, das eine Kohortenstudie in den Annals of Internal Medicine (2010; 152: 18-25) ermittelt hat.

Jean Nachega von der Bloomberg School of Public Health in Baltimore hat die Gesundheitskosten von 6.833 HIV-Infizierten aus Südafrika mit ihrer Therapietreue in Beziehung gesetzt. Die Compliance wurde durch die Zahl der eingelösten Rezepte ermittelt. Es zeigte sich, dass Patienten mit der besten Therapietreue seltener im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Die dadurch eingesparten Behandlungskosten übertrafen die Mehrausgaben für die Medikamente im Quartal um 85 US-Dollar. Nachega schließt daraus, dass auch für Länder der Subsahara die antiretrovirale Therapie kosteneffektiv ist, wobei die Berechnungen die indirekten Folgekosten durch Fehlzeiten am Arbeitsplatz und andere Faktoren noch nicht einmal berücksichtigt haben. © rme/aerzteblatt.de

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