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Lebensmittel: Raucharoma könnte genotoxisch sein

Freitag, 8. Januar 2010

Parma – Ein Raucharoma, das Lebensmitteln zur Geschmacksverbesserung zugesetzt wird, könnte das menschliche Erbgut schädigen. Zu dieser Einschätzung gelangte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in Parma jetzt in ihrer ersten Risikobewertung von insgesamt elf „Raucharoma-Primärprodukten“.

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Lebensmittel werden heute nur noch selten geräuchert. Der charakteristische Geschmack beruht meist auf flüssigen Raucharomen, die Fleischwaren, Fisch, Saucen und Würzen zugesetzt werden. Sie werden industriell erzeugt durch kontrollierte thermische Zersetzung von Holz in sauerstoffarmer Atmosphäre (Pyrolyse).

Die Rauchgase werden danach kondensiert und in Flüssigkeit gelöst. Seit einigen Jahren gibt es Bedenken, dass diese Aromastoffe gesundheitsschädlich sind, was für das traditionelle Räuchern längst bekannt ist. Die EFSA hat deshalb eine Risikobewertung von 11 „Raucharoma-Primärprodukten“ eingeleitet, deren Ergebnisse jetzt vorliegen.

Nur zwei Stoffe hält die EFSA für unbedenklich. Bei acht weiteren Raucharoma-Primärprodukten lassen geringere Sicherheitsmargen nach Einschätzung der EFDA Zweifel an der Sicherheit zu. Bei einem weiteren Raucharoma-Primärprodukt schließt die EFSA eine mögliche Genotoxizität nicht aus: Es handelt sich um “AM 01”, das aus dem Holz der Rotbuche hergestellt wird. Einige Genotoxizitätstests waren bei “AM 01” positiv ausgefallen. Ein weiteres Raucharoma-Primärprodukt konnte mangels wissenschaftlicher Daten nicht beurteilt werden.

Die ESFA sieht keine unmittelbaren gesundheitlichen Risiken für die Verbraucher. Für die Bewertung werde der tägliche Konsum typischerweise überschätzt, heißt es in der Pressemitteilung. Welche Konsequenzen die Bewertung nach sich zieht, wird offengelassen. © rme/aerzteblatt.de

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