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Menschen in gerechten Gesellschaften fühlen sich gesünder

Montag, 11. Januar 2010

Darmstadt – Je ungleicher der Reichtum in einem Land verteilt ist, desto ungesünder fühlen sich dessen Einwohner. Das hat der Darmstädter Gesundheitsökonom Martin Karlsson in einer Studie in Zusammenarbeit mit der Universität im schwedischen Lund gezeigt.

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Die Untersuchung gründet sich auf Umfragen in 21 Ländern, darunter europäische Staaten wie Deutschland und Dänemark und Schwellenländer wie China und Indien, teilt die Technische Universität Darmstadt mit.

Für die Studie wurde aus jedem Land eine repräsentative Gruppe von 1.000 Menschen ausgewählt, die ihren Gesundheitszustand subjektiv zwischen den Werten „sehr schlecht“ und „sehr gut“ einstufen sollten.

Den Durchschnittswert setzten die Forscher mit dem sogenannten Gini-Index in Beziehung, der als Maßeinheit für die ökonomische Ungleichheit dient: Besitzt in einem Land ein kleiner Teil der Bevölkerung das meiste Einkommen, ist der Gini-Index groß und wird umso kleiner, je gleichmäßiger der Reichtum auf die gesamte Bevölkerung verteilt ist.

Bei der Auswertung zeigte sich, dass ein großer Gini-Wert mit einem insgesamt eher schlechten subjektiven Gesundheitszustand einhergeht. In Ländern mit einem hohen Maß an Gleichverteilung wurde hingegen das Gesundheitsniveau allgemein als besser eingestuft. Am schlechtesten bewerteten die Russen ihren Gesundheitszustand.

Deutschland landete im oberen Mittelfeld, während Frankreich, Kanada und Dänemark Spitzenplätze einnahmen. Karlsson betont, dass es sich keineswegs um einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen Gesundheitszustand und Verteilung des Vermögens handeln müsse.

Vielmehr könnten beide Größen gleichzeitig von einem oder mehreren gesellschaftlichen Faktoren beeinflusst werden. © ddp/aerzteblatt.de

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