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EU prüft Absprachen zwischen Pharmafirmen

Dienstag, 12. Januar 2010

Brüssel – Die Europäische Kommission überprüft derzeit Vereinbarungen, in denen Hersteller von patentgeschützen Arzneimitteln einem konkurrierenden Unternehmen eine Entschädigung dafür zugesagt haben, wenn dieser die Markteinführung eines Generikums verschiebt. Die Überprüfungen betreffen den Zeitraum 1. Juli 2008 bis 31. Dezember 2009.

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Anlass für die Aktion sind die Ergebnisse der europaweiten Untersuchung des Pharmasektors vom Juli vergangenen Jahres. Nach einem Bericht der EU-Kommission verhindern Regelungslücken einen fairen Wettbewerb im Arzneimittelmarkt. Demnach verzögern oder verhindern einzelne Originalpräparatehersteller den Zugang von preisgünstigen Generika zum europäischen Markt zulasten von Patienten und Kostenträgern durch illegale Absprachen.

Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte, „Patentvergleiche können problematisch sein, vor allem, wenn ein Originalpräparatehersteller einen konkurrierenden Generikahersteller dafür bezahlt, dass er die Markteinführung eines Produkts verschiebt.“

Die Kommission hatte daraufhin Kartellverfahren unter anderem gegen den französischen Pharmakonzern Les Laboratoires Servier und eine Reihe von Generikaherstellern gestartet.
Die EU-Kommission behält sich vor, im Bedarfsfall weitere gezielte Auskünfte von einzelnen Unternehmen zu verlangen. © ps/aerzteblatt.de

aerzteblatt.de

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