Eine subjektive kognitive Degeneration kann auf eine Demenz hinweisen
Mittwoch, 13. Januar 2010
New York – Eine sogenannte subjektive kognitive Degeneration kann auf eine sich anbahnende Demenz hinweisen. Diese Erkenntnisse gewannen Forscher um Barry Reisberg von der Universität New York. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe von Alzheimer's & Dementia (doi:10.1016/j.jalz.2009.10.002).
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Vergessen wo der Autoschlüssel lag? Schwierigkeiten den Namen des Kollegen zu nennen? Dies könnten die ersten Symptome der subjektiven kognitiven Degeneration (SCI) sein. Zwischen einem Viertel und der Hälfte der über 65-Jährigen leidet an SCI. Erwachsene, die von SCI betroffen sind, erkranken laut der Studie mit 4,5mal höherer Wahrscheinlichkeit an Demenz oder aber milder kognitiver Degeneration (MCI) als Personen ohne SCI-Symptomatik.
In ihrer Studie untersuchten die Forscher 213 Erwachsene mit und ohne SCI über einen Zeitraum von sieben Jahren. Während sich bei 54 Prozent der SCI-Erkrankten Demenz oder MCI entwickelten, waren nur 15 Prozent der gesunden Personen betroffen.
„Das ist die erste Studie, die zeigt, dass SCI ein mögliches Vorzeichen der Alzheimerkrankheit sein könnte“, sagte Reisberg. Die Ergebnisse zeigten, dass ein bedeutender Prozentsatz von Personen mit frühen subjektiven Symptomen weitere kognitive Degeneration erfährt, wohingegen sich die Gedächtnisleistungen gesunder Personen seltener verschlechterten. Trete bei gesunden Patienten eine kognitive Degeneration auf, so entwickele sie sich über einen wesentlich längeren Zeitraum als bei SCI-Betroffenen.
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