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Roboter-gestütztes Herzkathetersystem in Tübingen

Mittwoch, 13. Januar 2010

Tübingen – Die Kardiologen der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen behandeln komplexe Herzrhythmusstörungen jetzt mit Hilfe eines Robotor-gestützten Herzkathetersystems. Das innovative Verfahren macht es möglich, Patienten mit Rhythmusstörungen wie Vorhofflimmern genauer, wirkungsvoller und strahlungsärmer zu therapieren. Bundesweit wird dieser Robotor-gestützte Eingriff bislang nur in sechs rhythmologischen Zentren durchgeführt.

Bei dem Verfahren führt der Arzt den Katheter nicht mehr direkt mit seinen Händen, sondern steuert ihn per Computer im Herzen des Patienten. Das Herzkathetersystem übersetzt seine Handbewegungen in standardisierte, zielgerichtete Bewegungen. Dabei teilt das System dem Arzt durch Vibration den Anpressdruck des Katheters mit. Das eröffnet dem Kardiologen die Möglichkeit, bei der kardialen Ablation noch feiner und damit auch präziser zu arbeiten.

„Die Verfeinerung der Handbewegungen des Operateurs durch das System ermöglicht eine äußerst exakte Bewegung des Katheters“, erklärt Meinrad Gawaz, Ärztlicher Direktor der Abteilung Kardiologie und Kreislauferkrankungen der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen das Robotersystem. © hil/aerzteblatt.de

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